Disziplin schlägt Motivation - immer
Disziplin schlägt Motivation – jedes Mal
Motivation ist großartig. Sie fühlt sich an wie ein innerer Turbo, wie dieser eine Tag, an dem man plötzlich Lust hat, alles umzukrempeln: Sport, Ernährung, Ordnung, neue Gewohnheiten. Problem nur: Motivation ist launisch. Sie kommt, wann sie will – und geht meistens genauso schnell wieder.
Disziplin dagegen ist nicht sexy. Sie macht keine Gänsehaut. Aber sie ist da, wenn Motivation längst wieder auf der Couch liegt.
Ich habe irgendwann aufgehört, auf Motivation zu warten. Nicht, weil ich besonders stark bin, sondern weil ich gemerkt habe: Motivation ist ein schlechter Ratgeber für den Alltag. Sie funktioniert kurzfristig, vielleicht für ein paar Tage oder Wochen. Aber spätestens wenn es stressig wird, wenn man müde ist oder einfach keinen Bock hat, ist sie weg. Und genau dann entscheidet Disziplin.
Disziplin muss nicht hart sein
Viele stellen sich Disziplin wie Zähne zusammenbeißen vor. Wie tägliches Kämpfen gegen sich selbst. Genau so funktioniert es aber nicht. Ich versuche mir Disziplin so einfach wie möglich zu machen.
Ein Beispiel:
Ich plane meine Woche jeden Sonntag Abend. Kein großes Ritual, kein Perfektionismus. Ich schaue mir an, was die kommende Woche ansteht, was meine Ziele für die Woche sind und wann ich entsprechend Zeit dafür habe. Training, Arbeit, private Termine – alles bekommt grob seinen Platz. Das erspart mir einiges an Stress und Arbeit unter der Woche.
Und ja: Ich arbeite viel mit Alarmen und Kalendereinträgen. Manche finden das nervig – für mich ist es Befreiung. Mein Handy und mein Kalender erinnern mich, nicht mein Kopf. Entscheidung abgenommen, Thema erledigt.
Essen? Kein emotionales Drama
Ein weiterer Punkt, der mir extrem hilft: Vorkochen. Ich kann problemlos mehrere Tage hintereinander mehr oder weniger das Gleiche essen, ohne dass es mir zum Hals raushängt. Für mich ist Essen in der Woche vor allem Versorgung, um genug Energie zu bekommen um durch den Tag zu kommen und dabei bestmöglich den Nährstoffbedarf zu decken, kein emotionales Event mehr.
Das Vorkochen spart Zeit, Energie und vor allem Entscheidungen. Ich muss in der Mittagspause nicht überlegen, worauf ich „Lust habe“ – weil Lust sowieso schwankt. Mein Essen steht fest und ist vorbereitet, also esse ich es auch. Punkt.
Warum Motivation überschätzt wird
Motivation basiert fast immer auf Gefühlen. Und Gefühle sind unzuverlässig. Sie hängen von Schlaf, Wetter, Stress, Laune und tausend anderen Faktoren ab. Wenn du deine Gewohnheiten auf Motivation aufbaust, baust du sie auf Sand.
Disziplin hingegen basiert auf Strukturen. Auf klaren Abläufen. Auf Vorbereitung. Und genau deshalb funktioniert sie auch an schlechten Tagen.
Ich sage nicht, dass Motivation nutzlos ist. Sie ist ein guter Startschuss. Aber sie ist kein Motor, der dich dauerhaft trägt. Disziplin ist leise, unspektakulär – und extrem effektiv.
Fazit
Disziplin heißt nicht, sich jeden Tag zu quälen. Disziplin heißt, sich sein Leben so zu organisieren, dass man möglichst wenig kämpfen muss. Wochenplanung, Alarme, feste Abläufe, einfache Entscheidungen – all das nimmt Druck raus.
Und genau darin liegt für mich der Schlüssel:
Nicht stärker werden, sondern schlauer.
Wenn du noch weitere Ideen hast, wie man sich Disziplin leichter machen kann, schreib mir gern unter kontakt@pikat-sport.com. Ich bin immer offen für neue Ansätze – solange sie im echten Leben funktionieren und nicht nur als Pinterest Sprüche.